MEFRA: Wie arbeiten wir? – 2

Helmut Detter

Kommentar von Helmut Detter: Erkenntnisse aus der praktischen Erprobung der MEFRA

Weitere Erkenntnisse aus der praktischen Erprobung der MEFRA

Grundsätzliches zur MEFRA, der Methode der Fraktalanalyse, sowie erste Erkenntnisse aus der praktischen Anwendung finden sich hier.

Erkenntnis 3 – wirksamer Vorschauzeitraum der MEFRA

Im nachfolgenden Bild wird der Versuch unternommen, aufgrund von Analysen, Expertengesprächen und eigener Erfahrung die MEFRA im Hinblick auf ihren Wirkzeitraum im Feld der Zukunftsplanung einzuordnen.

Das Bild zeigt, dass die MEFRA sich in Vorschauzeiträumen von 4-8 Jahren bewegt. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass nicht-planbare bzw. vorhersehbare Störfaktoren, die das zu analysierende Problem betreffen, auftreten können.

Auf Grund dieses mehrjährigen Vorschauzeitraumes ist es erforderlich, das Fraktal periodisch zu überprüfen, ob sich bestimmte Einflussparameter verstärken, abschwächen oder gar wegfallen und damit die Unschärferelation der vorliegenden Lösungsansätze erhöhen oder reduzieren.

Erkenntnis 4 – Berücksichtigung von Megatrends

Auf Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnis gilt das Dreibein als einzig stabiles System. Bereits bei Interaktion von mehr als zwei Systemen (Parametern) geht die Eindeutigkeit der Auswirkungen dieser Interaktion verloren. Darin liegt die Herausforderung der MEFRA. Zur Erfassung einer Problemanalyse und daraus ableitbarer Lösungsansätze mit einem Wirkzeitraum von 5–10 Jahren ist es daher notwendig, folgende Annahmen zu treffen:

Störfaktoren, die nicht erkennbar sind bzw. in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit des Eintritts keine Abschätzung zulassen, verfälschen die Aussagekraft und die Lösungsqualität der MEFRA. Eine mögliche Hilfestellung bietet hier die permanente Analyse aktuell zu beobachtender Megatrends bezogen auf das Problemfeld, wobei bei einer exponentiellen Entwicklung ein mögliches Crash-Szenario kalkuliert werden kann.

Für eine Vielzahl von praktisch auftretenden Problemen in Unternehmen, in Gemeinwesen, in der Politik etc. sind folgende Megatrends zu berücksichtigen:

  • Begrenzung der Ressourcen
  • Verkürzung des Lebenszyklus
  • starker Anstieg neuer, vielfältig nutzbarer Erkenntnisse

Erkenntnis 5: Starke Bindung des Fraktals an Umfeldbedingungen

Typisches Kennzeichen der Probleme in der generellen Arbeits- und Lebenswelt ist eine Vielzahl von Einflussparametern, die das Problem beschreiben bzw. zu Problemlösungen führen. Diese werden jedoch in unterschiedlicher Form schlagend, wobei zusätzlich noch Rahmen- und Umfeldbedingungen zu beachten sind.

Dies bedeutet, dass Fraktale an den Ort des Geschehens, an die dort vorliegenden Rahmenbedingungen und die beteiligten Akteure teilweise so stark gebunden sind, dass eine Eindeutigkeit und damit Allgemeingültigkeit nicht vorliegt.

Auch konnten wir im Zuge des praktischen Einsatzes der MEFRA beispielsweise in Unternehmen feststellen, dass mehrfach gleichartige Einflussparametern identifiziert wurden, die – obwohl sie in unterschiedlichen Strukturkreisebenen vorlagen – sich sowohl in ihrer Wirksamkeit potenzieren als sich auch wechselseitig aufheben konnten. Ein derart zu beobachtender „mehrfacher Auftritt von gleichartigen Einflussparametern“ ist daher weiterführenden Betrachtungen zu unterziehen.

 

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