Fraktal zum Humankapital – Teil 2

Fraktal zum Humankapital – wie geht es weiter?

Teilfraktal "ohne Erwerb", aufgelöst in drei Strukturkreisebenen, (c) GEFA

Teilfraktal „ohne Erwerb“, aufgelöst in drei Strukturkreisebenen, (c) GEFA

Zur Abrundung unserer Ausführungen zu den Wanderbewegungen des Arbeitskräftepotenzials (hier zum Nachlesen Teil 1, Teil 2, Teil 3), dem Wandel in der Arbeitswelt (hier zum Nachlesen Teil 1 und Teil 2) sowie zur Informationsgesellschaft (Teil 1 und Teil 2) möchten wir heute weiter über das Fraktal sprechen (Einführung ins Thema), diesmal über das Teilfraktal „ohne Erwerb“:

 

Hauptparameter 1.3 – Personen ohne Erwerb (ca. 4,3  Mio.)

die Struktur der Personen ohne Erwerb lässt sich wie folgt weiter aufgliedern:

arbeitsbefreit (ca. 3,2 Mio.)

Hierunter sind von jeder Arbeitstätigkeit befreite Kinder bis 14 Jahre zu zählen (1,2 Mio.), weiters pensionierte Personen (ca. 1,9 Mio.) sowie arbeitsunfähige Personen (ca. 0,1 Mio.)

nicht erwerbstätig (ca. 1,1 Mio.)

Hierunter sind  Personen, die arbeitslos gemeldet sind, zu verstehen, weiters so genannte „Korridorpensionisten“ sowie Erwerbsfähige, die keiner im sonstigen Fraktal genannten Tätigkeiten nachgehen, wie etwa Schüler und Studierende der sekundären und tertiären Bildungsstufe sowie Präsenz- und Zivildiener.

unbezahlte Tätigkeiten

In diesen Bereich fällt eine Fülle von Tätigkeiten, die an keinerlei Verträge oder regelmäßige Honorierungen gebunden sind. Inkludiert sind Zeiträume der Weiterbildung, Wahrnehmung von Hobbies sowie Infrastrukturdienste, wie Bergrettung, Feuerwehr, Sozialdienste usw.

Diese Gruppe erbringt nicht direkt monetär quantifizierbare Leistungen, die jedoch von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung sind, was beispielsweise Infrastruktursicherung, Kranken-/Rettungsaufgaben, Unfalldienste oder die Wahrnehmung genereller Sicherheitsaufgaben betrifft.

 

Fraktal Humankapital – was lesen wir daraus?

Eine erste grobe Analyse der fraktalen Darstellung von Tätigkeitsarten führt uns zu folgendem Schluss:

rot –  negativer Verlauf muss verhindert werden

gelb – mögliche neue Orientierungen je nach geografischer Lage und Positionierung

grün – zu verstärkendes Hoffnungsgebiet

 

Fraktal Humankapital, Auflösung in die dritte Strukturkreisebene, (c) GEFA

Fraktal Humankapital, Auflösung in die dritte Strukturkreisebene, (c) GEFA

Vor allem ist zu verhindern, dass in der klassischen Job Economy frei werdende Arbeitskräfte direkt in die Arbeitslosigkeit wandern. Dies erscheint jedoch nur möglich, wenn in den grün bezeichneten Tätigkeitsfeldern Wachstum vor allem durch neue Formen von Tätigkeiten konzipiert und entwickelt werden kann.

Was den Pensionsbereich betrifft, der aufgrund der sich verändernden Alterspyramide bei Beibehaltung der derzeitigen Pensionsregeln laufend wächst, müssen ebenfalls Möglichkeiten einer weiteren Nutzung des dort geparkten Knowhows gefunden werden. Neben der Möglichkeit einer ergänzenden Finanzierung zur Pension ist dies vor allem ein Aufgabenfeld, das der geistigen und körperlichen Mobilität älterer Menschen durchaus förderlich ist.

Die Problematik einer notwendigen Teil- oder Reintegration dieses Potenzials wäre zumindest im Hinblick auf unbezahlte volkswirtschaftliche Dienstleistungen zu untersuchen. Derzeit haben etwa 4,1 Mio. Erwerbstätige die Finanzierungslast von 1,9 Mio. Pensionisten und 0,4 Mio. Arbeitslosen  zu tragen.

 

 

Fortsetzung folgt…

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