Der Weg in die Wissensgesellschaft

Der Weg in die Wissensgesellschaft, (c) GEFA

Der Weg in die Wissensgesellschaft, (c) GEFA

 

Die Entwicklung der Industriestaaten (bis etwa 2000)

Mit der Entkopplung der Naturwissenschaften von religiöser oder gesellschaftspolitischer Bevormundung, nahm etwa Ende des 17. Jahrhunderts Europa der Weg in die Wissensgesellschaft auf.

Davor war die Herstellung von Produkten und die Nutzung von Dienstleistungen fast ausschließlich mit manueller Arbeit verbunden. Nun führte der Erkenntniszuwachs zu einer ersten großen Entlastung von schwerer manueller Arbeit und in den nachfolgend entstehenden Industriestaaten zur zunehmenden Entwicklung eines Produktangebotes auf Basis immer preiswerter herstellbarer Massenprodukte (signifikantes Beispiel Henry Ford). Wichtige Wegbereiter waren Schlüsselerfindungen der Kraft- und Arbeitsmaschinen (Dampfmaschine, Verbrennungskraftmotor, Elektromotor, Produktionsmaschinen u.v.m.). Sie erlaubten die Entwicklung der Fertigung von Produkten in großer Stückzahl. Treiber dieser Entwicklung waren der 1. Weltkrieg, aber insbesondere der 2. Weltkrieg.

Zunächst war Massenproduktion großen Unternehmen vorbehalten. Doch diffundierte die schleichende Mechanisierung vieler Arbeitsprozesse, insbesondere im Produktionsbereich, auch in Richtung kleinerer Kleinunternehmen, Mittelstand und produzierendes Gewerbe.

Mikroelektronik und „Just in time“

Mit der Entwicklung der Mikroelektronik wurden erste Automatisierungseffekte zunächst im Produktionsbereich wirksam. Das führte mit Beginn der 1970er Jahre zur Etablierung der flexiblen Automation in großen Konzernen. Die Durchdringung der Informationstechnologie erreichte sehr rasch auch andere Bereiche des Unternehmens: So entwickelten sich bereits Ende der 1970er Jahre zunehmend digitalisierte Produktions- und Vertriebsabläufe in großen Konzernen unterschiedlicher Branchen (Toyota, IBM etc.). Kennzeichen dieser industriellen Entwicklung war die Erfassung einer Vielzahl von Daten in allen Abläufen, verbunden mit entsprechender Auswertung und Nutzung der Ergebnisse.

Schlagwort dieser Epoche war der Begriff „just in time“. Begleitet war diese Entwicklung der 1980er Jahre vom zunehmenden Einsatz von Automaten und Robotern sowie von lernenden Maschinen. Das hatte zur Folge, dass ein immer größerer Teil menschlicher Arbeitskraft (monotone Wiederholtätigkeiten) durch Automaten ersetzt wurde.

Dabei bliebt diese Entwicklung bis etwa Ende der 1980er Jahre, insbesondere in den entwickelten Industrieländern, nahezu unbemerkt. Grund dafür waren nach wie vor exponentielle Wachstumsraten von 3 – 6% des BIP. Durch die immer stärkere branchenübergreifende Nutzung neuer Technologien entstanden zusätzliche Bedarfsfelder, die durch neue Produkte und Dienstleistungen preiswert abgedeckt werden konnten – neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Konjunkturelles Wachstum und steigende Beschäftigtenraten sorgten lange für die erforderliche Kaufkraft für diese neuen Produkte und Dienstleistungen.

Der Kreislauf funktionierte: für den wachsenden Bedarf kaufkräftiger Kunden (Nachfrage) konnten die nachgefragten Produkte und Dienstleistungen (Angebot) durch den Einsatz neuer Technologien zur Verfügung gestellt werden.

 

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